Bleifreier Lötdraht
Präzises Löten. Nachhaltig und zuverlässig.
Bleifreier Lötdraht von Almit steht für gleichmäßige Qualität vom Anfang bis zum Ende jeder Rolle – produziert aus reinsten Materialien mit patentiertem Flussmittel-Know-how. Ob manuelles Löten, Roboterlöten oder kontaktlose Verfahren: Unsere bleifreien Lötdrähte decken das gesamte Spektrum moderner Elektronikfertigung ab und erfüllen die strengsten Qualitäts- und Umweltanforderungen.
- Schnelle Benetzung – auch bei schwierigen Oberflächen
- Minimale Flussmittelspritzer, weniger Nacharbeit
- Lötspitzenschonend: bis zu 5-fach längere Standzeit
- Für manuelles, Roboter- und kontaktloses Löten
Produktbeschreibung
Bleifreie Lötdrähte von Almit verbinden leistungsstarke Lotlegierungen mit speziell abgestimmten Flussmitteln und ermöglichen zuverlässige, reproduzierbare Lötprozesse.
Sie sind für moderne Fertigungsanforderungen ausgelegt und bieten eine überzeugende Kombination aus Benetzungsverhalten, Prozesssicherheit und Lötstellenqualität.
Ob für klassische Handlötanwendungen oder anspruchsvolle industrielle Prozesse: Almit bietet unterschiedliche bleifreie Lötdrähte, die gezielt auf verschiedene Anwendungen und Anforderungen abgestimmt sind.
Bleifreier Lötdraht
Ein bleifreier Lötdraht besteht aus zwei Komponenten, die beide über das Lötergebnis entscheiden: der Legierung und dem Flussmittel in ihrem Inneren. Almit fertigt beides selbst – die Lotlegierungen ebenso wie die Flussmittelrezepturen. Das Programm reicht von 0,1 bis 2,7 Millimeter Durchmesser, mit Flussmittelanteilen zwischen 1,5 und 4,5 Prozent und Klassifikationen von L0 bis H0 nach IPC J-STD-004.
Die Flussmittelseele: der unsichtbare Qualitätsfaktor
Herkömmliche Lötdrähte haben häufig das Problem, dass die Flussmittelseele durch Lufteinschlüsse unterbrochen ist. In der Anwendung führt das zu einer minderen Qualität der Lötstelle – der Lötprozess stockt genau dann, wenn eine Unterbrechung an die Spitze gelangt.
Almit-Lötdrähte verfügen über eine 100 Prozent durchgängige Flussmittelseele ohne jede Art von Lufteinschlüssen. Möglich wird das durch einen weltweit einzigartigen, besonders aufwändigen Produktionsprozess, bei dem die Drähte unter sehr hohem Druck hergestellt werden. Selbst Drähte bis 0,08 Millimeter Durchmesser haben eine durchgängige Seele. Die durchschnittliche Fehlerquote liegt bei 4 ppm – gegenüber rund 400 ppm bei einem herkömmlichen Lötdraht.
Almit setzt sich dabei höhere Standards als die Industrie: Bei einem P3-Draht darf sich der Flussmittelanteil laut IPC-Standard zwischen 2,7 und 3,9 Prozent bewegen. P3-Drähte von Almit erzielen mit 3,1 bis 3,5 Prozent eine wesentlich geringere Varianz.
Die Legierung schont die Lötspitze
Gegen die Erosion der Lötspitze gebe es ohnehin kein Mittel, so dachte man bisher. Die patentierte S-Linie hat bewiesen, dass die Verwendung der richtigen Legierung die Lötspitzenerosion sehr stark minimiert und damit das Leben einer Lötspitze erheblich verlängern kann. Was für die S-Linie und die Erosion gilt, trifft erst recht auf die M-Linie in Bezug auf Oxidation zu: Sie kann Oxidation nicht nur reduzieren, sondern nahezu komplett verhindern.
Der dokumentierte Vergleich: Nach 20.000 Abschmelzvorgängen bei 380 °C reduzierte die mikrolegierte Legierung LFM-48 M die Lötspitzen-Erosion um bis zu 86 Prozent gegenüber der Standardlegierung SAC 305. Mit hochwertigem bleifreiem Lötdraht wird so nahezu die Lötspitzenstandzeit von verbleitem Lot wieder erreicht.
Welche Legierung passt?
LFM-48 (SAC305, Sn-3.0Ag-0.5Cu, 217–221 °C) ist der Industriestandard – weltweit qualifiziert und universell einsetzbar.
SJM-03 (Sn-0.3Ag-0.7Cu-2.0Bi, 210–226 °C) senkt den Silberanteil, ohne bei der Lötstellenfestigkeit nachzugeben. Die patentierte SJM-Serie wirkt der Problematik der Ermüdungsbrüche entgegen, die bisherige Low-Silver-SAC-Legierungen zeigten.
LFM-23 (Sn-0.6Cu-0.05Ni, 228–229 °C) und LFM-22 (Sn-0.7Cu, 227 °C, eutektisch) kommen ganz ohne Silber aus und reduzieren die Materialkosten deutlich.
LFM-41 (Sn-0.3Ag-2.0Cu) minimiert mit erhöhtem Kupferanteil die Kupferablegierung und schützt feine Pads und Anschlussdrähte.
SJM-40 (Sn-4.0Ag-2.0Bi-3.0Sb, 221–227 °C) steht am anderen Ende: höchste Langzeitzuverlässigkeit, etabliert in Luft- und Raumfahrt sowie Defense.
Welches Flussmittel passt?
Für automatisiertes Löten sind die Hochleistungssysteme ausgelegt: DB-1 RMA (L1) kombiniert einen schnell und einen ausdauernd wirkenden Aktivator zum Dual-Boost und verkürzt damit die Prozessdauer spürbar. QB-1 (M1) erreicht mit der Quick-Boost-Technologie in kürzester Zeit die Spitze der Aktivierung. SRS-ZL (L0) ist der halogenfreie Draht mit den Eigenschaften eines L1-Produkts, DB-ZERO verbindet Dual-Boost mit L0-Reinheit.
Daneben steht das bewährte Programm: SR-37 als M1-Klassiker, NHR-TH und SRS-RMA-NC für sicheren Lotdurchstieg bei THT-Anwendungen, SR-LA SUPER für spritzarmes Abschmelzen, KR-19 für schwer benetzbare Oberflächen bis hin zu Aluminium und Edelstahl, BT-19 für hohe Anforderungen an den Oberflächenwiderstand.
Die GUMMIX-Serie ist auf kontaktlose Verfahren abgestimmt: Sie reduziert Flussmittelspritzer auf ein absolutes Minimum und verhindert das Ablösen von Flussmittelresten – entscheidend beim Laser- und Induktionslöten, wo Spritzer die Schutzgläser der Optik verschmutzen.
Beratung
Oberfläche, Durchstiegsanforderung, Taktzeit und Lötspitzenkosten bestimmen die Auswahl – beim Handlöten genauso wie am Roboter. Sprechen Sie mit Ihrem Almit-Fachberater; wir haben für jede Anwendung die richtige Lösung.