Laser Pasten

Speziell entwickelt für kontaktloses Löten

Laser-Pasten sind Lötpasten, die speziell für kontaktloses Löten entwickelt wurden – für Laser-, Licht- und Induktionssysteme. Almit führt dafür zwei Systeme: SSI-M halogenaktiviert und NH-MDL halogenfrei. Beide überzeugen mit stabilen Dosiereigenschaften, einer einfachen Kontrolle der Lötpastenmenge und zuverlässigen Lötstellenverbindungen. Sie sind vielseitig einsetzbar und lassen sich problemlos an Arbeitsabläufe anpassen.

  • Hervorragende Druckperformance bei Fine-Pitch & 0201
  • Stabile Viskosität für konstante Prozesse
  • Minimale Voids & exzellente Benetzung
  • Geeignet für SMT, Jet-Printing & Reflow
  • 2
    Systeme für kontaktloses Löten
  • L0+ L1
    halogenfrei und halogenaktiviert
  • 1,5Sek.
    Lötzeit im Diodenlaser-Test
  • 139°C
    niedrigster Schmelzpunkt im Programm
Der Hintergrund

Warum kontaktloses Löten eigene Pasten braucht

Wer eine große Zukunft haben will, muss besser sein als andere. So ist es auch bei den Lotpasten SSI-M und NH-MDL: Sie wurden speziell für kontaktloses Löten entwickelt.

Beim Laser- und Induktionslöten wird die Energie schlagartig eingebracht. Die Paste muss die Menge exakt halten, sicher aufschmelzen und dabei eine zuverlässige Verbindung bilden – unter Bedingungen, für die eine klassische Reflow-Paste nicht ausgelegt ist.

Eingesetzt wird kontaktloses Löten heute vor allem dort, wo feinste Lötstellen eine stabile Verbindung garantieren müssen. Das ist in der Automobilproduktion der Fall genauso wie in der digitalen Welt.

Gemeinsame Eigenschaften

  • Stabile Dosiereigenschaften
  • Einfache Kontrolle der Lotpastenmenge
  • Zuverlässige Lötstellenverbindungen
  • RoHS-konform
Die Auswahl

SSI-M oder NH-MDL?

Beide Systeme sind für dieselben Verfahren ausgelegt. Der Unterschied liegt in der Flussmittelklasse und in der Viskosität.

SSI-M

Die halogenaktivierte Lotpaste. Sehr gute Benetzungseigenschaften bei stabiler Dosierung.

Klassifikation
ROL1
Flussmittelanteil
13,0 wt
Viskosität
80 Pa·s
Legierung
LFM-48

NH-MDL

Die halogenfreie Alternative. Hohe Zuverlässigkeit und homogenes Druckbild bei stabiler Viskosität – auch mit niedrigschmelzenden Legierungen verfügbar.

Klassifikation
ROL0
Flussmittelanteil
12,0–13,0 wt
Viskosität
80–90 Pa·s
Legierungen
LFM-48 · LFM-89
Der Beweis

Im Diodenlaser-Test

Getestet wurden die Produkte von Almit im Vergleich mit einer herkömmlichen Lotpaste.

Der Test beweist: Die besseren Benetzungseigenschaften haben SSI-M und NH-MDL.

Aus dem Almit-Produktflyer „SSI-M + NH-MDL"

Testmethode

  • Diodenlaser
  • Leistung: 0–30 W
  • Lötzeit: 1,5 Sekunden
  • Prüfling: Stecker, Ø 1,00 mm durchkontaktiert
  • Verglichen: SSI-M und NH-MDL (jeweils LFM-48 U) gegen ein Wettbewerbsprodukt

Bewertet wurde

  • Zustand vor dem Löten
  • Zustand nach dem Löten
  • Benetzungsverhalten an der durchkontaktierten Bohrung

Die Vorteile von kontaktlosem Löten

Gehört dem kontaktlosen Löten die Zukunft? Eingesetzt wird es heute vor allem dort, wo feinste Lötstellen eine stabile Verbindung garantieren müssen – in der Automobilproduktion ebenso wie in der digitalen Welt.

  • Keine Überhitzung von Bauteilen
  • Kürzere Taktzeiten
  • Für sehr feine Lötstellen
  • Auch für kleinere Stückzahlen
Spezifikation

Die technischen Daten

SSI-M · ROL1 halogenaktiviert

LegierungZusammensetzung KorngrößeFlussmittelanteil Viskosität
LFM-48Sn-3.0Ag-0.5CuW: 20–38 µm · U: 10–28 µm13,0 wt80 Pa·s

NH-MDL · ROL0 halogenfrei

LegierungZusammensetzung KorngrößeFlussmittelanteil Viskosität
LFM-48Sn-3.0Ag-0.5CuU: 10–28 µm13,0 wt90 Pa·s
LFM-89Sn-57.6Bi-0.4AgW: 20–38 µm12,0 wt80 Pa·s

Im laufenden Sortiment sind darüber hinaus weitere Varianten gelistet – bei SSI-M zusätzlich die Korngröße X (25–45 µm) und die Hochleistungslegierung SJM-40, bei NH-MDL die Korngröße W für LFM-48 sowie die niedrigschmelzende Legierung LFM-65 (Sn-58Bi, 139 °C). Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine dieser Varianten benötigen.

Legierungen

Welche Legierung passt zu Ihrer Anwendung?

  • LFM-48 · SAC305 Sn-3.0Ag-0.5Cu, 217–220 °C. Der Industriestandard – weltweit qualifiziert und universell einsetzbar. Für SSI-M und NH-MDL verfügbar.
  • LFM-89 Sn-57.6Bi-0.4Ag, 139–141 °C. Niedrigschmelzend mit Silberzusatz für verbesserte Duktilität und Langzeitzuverlässigkeit. Nur für NH-MDL.
  • LFM-65 Sn-58Bi, eutektisch bei 139 °C. Schont temperaturempfindliche Bauteile und senkt den Energiebedarf. Nur für NH-MDL.
  • SJM-40 Sn-4.0Ag-2.0Bi-3.0Sb, 221–227 °C. Für höchste Langzeitzuverlässigkeit, etabliert in Luft- und Raumfahrt sowie Defense. Nur für SSI-M.
Lieferformen

Gebinde und Artikelnummern

Beide Systeme werden in Dosierkartuschen geliefert – von der kleinen 5-cc-Kartusche für den Einzelarbeitsplatz bis zum 0,5-kg-Gebinde für die Linie.

SSI-M · LFM-48 U (10–28 µm)

ArtikelnummerGebindeInhalt
81490010Kartusche 5 cc20 g
81490020Kartusche 10 cc40 g
81490030Kartusche 30 cc80 g
81490399Kartusche0,5 kg

NH-MDL · LFM-48 U (10–28 µm)

ArtikelnummerGebindeInhalt
81830010Kartusche 5 cc20 g
81830020Kartusche 10 cc40 g
81830030Kartusche 30 cc80 g
81830035Kartusche 30 cc100 g
81830599Kartusche0,5 kg

NH-MDL · LFM-89 W (20–38 µm)

ArtikelnummerGebindeInhalt
82550010Kartusche 5 cc20 g
82550020Kartusche 10 cc40 g
82550030Kartusche 30 cc80 g

Zusätzlich gibt es kundenspezifische Ausführungen mit farbigen Stopfen sowie weitere Gebindegrößen bis 1,1 kg. Hinweise zu Lagerung, Temperierung und Mischen finden Sie unter Dispensen / Dosieren sowie in den Expertenberichten „Sichere Lagerung von Lötpaste" und „Richtiges Mischen von Lötpaste".

Häufige Fragen

Laser-Pasten – kurz beantwortet

Was ist eine Laser-Paste?

Eine Lotpaste, die speziell für kontaktloses Löten entwickelt wurde – etwa für Laser-, Licht- oder Induktionssysteme. Almit führt dafür SSI-M und NH-MDL.

Was ist der Unterschied zwischen SSI-M und NH-MDL?

SSI-M ist die halogenaktivierte Variante (ROL1) mit 13,0 wt Flussmittelanteil und 80 Pa·s Viskosität. NH-MDL ist halogenfrei (ROL0) und mit LFM-48 bei 13,0 wt und 90 Pa·s beziehungsweise mit LFM-89 bei 12,0 wt und 80 Pa·s verfügbar.

Für welche Verfahren sind die Pasten geeignet?

Für kontaktloses Löten allgemein – ausdrücklich genannt sind Laser-, Licht- und Induktionssysteme.

Wie wurden die Pasten getestet?

Mit einem Diodenlaser bei 0–30 W Leistung und 1,5 Sekunden Lötzeit an einem Stecker mit Ø 1,00 mm durchkontaktierter Bohrung, im Vergleich zu einer herkömmlichen Lotpaste. Das Ergebnis: Die besseren Benetzungseigenschaften haben SSI-M und NH-MDL.

Gibt es eine niedrigschmelzende Variante?

Ja. NH-MDL ist mit LFM-89 (Sn-57.6Bi-0.4Ag, 139–141 °C) und mit LFM-65 (Sn-58Bi, eutektisch bei 139 °C) verfügbar.

Welche Vorteile hat kontaktloses Löten?

Keine Überhitzung von Bauteilen, kürzere Taktzeiten, Eignung für sehr feine Lötstellen – und es funktioniert auch bei kleineren Stückzahlen.

Wo wird kontaktloses Löten eingesetzt?

Vor allem dort, wo feinste Lötstellen eine stabile Verbindung garantieren müssen: in der Automobilproduktion ebenso wie in der digitalen Welt.

In welchen Gebinden sind die Pasten erhältlich?

In Dosierkartuschen von 5 cc (20 g) über 10 cc (40 g) und 30 cc (80 bzw. 100 g) bis zu 0,5-kg-Kartuschen. Weitere Größen und kundenspezifische Ausführungen auf Anfrage.

Möchten Sie mehr erfahren?

Nennen Sie uns Ihr Lötverfahren, Ihre Depotgröße und die Bauteiltoleranz – wir sagen Ihnen, ob SSI-M oder NH-MDL die passende Wahl ist. Wir haben für jede Anwendung die richtige Lösung.

Fragen zum Produkt?

Unsere Produktexperten beraten Sie gerne!

Katharina Hein

Customer Service